Welche Räume nutzen Kulturschaffende in Dülmen derzeit für ihre Veranstaltungen, Proben oder Ausstellungen? Womit sind sie zufrieden? Wo sehen sie Nachteile und wie könnten Verbesserungsmöglichkeiten aussehen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich am Mittwochabend, 2. Oktober, rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Organisationen, Einzelkünstlerinnen und -künstler sowie Mitglieder des Kulturausschusses in der Alten Sparkasse. Das städtische Kulturbüro hatte sie zu einer Veranstaltung zum Thema „Kulturelle Räume“ eingeladen.
„Der Abend war der Auftakt eines mehrstufigen Prozesses, mit dem wir den tatsächlichen Bedarf an Kulturräumen in Dülmen ermitteln möchten“, erläutert Silke Althoff, Leiterin des Kulturbüros. Im Rahmen des Kulturplanungsprozesses sei bereits im Jahr 2014 die Idee eines Kulturhauses in Dülmen erneut aufgekommen, so Althoff. Im Kontext der aktuellen Initiative um den Kulturort St. Joseph habe die Politik die Stadt Dülmen beauftragt, eine genaue Bedarfsanalyse durchzuführen. Die Dortmunder Agentur STADTart begleitet diesen Prozess.
„Die Bandbreite der teilnehmenden Kulturakteurinnen und Akteure war groß und ihre jeweiligen Bedarfe scheinen so vielfältig zu sein wie die verschiedenen Räume, die in Dülmen bereits für kulturelle Zwecke genutzt werden“, schildert Silke Althoff einen ersten Eindruck des Abends. Nach einer Einführung in den Prozess füllten die Teilnehmenden für sich selbst bzw. ihren Verein oder ihre Organisation detaillierte Fragebögen zu ihren Raumnutzungen und -wünschen aus. Kulturschaffende, die an der Auftaktveranstaltung nicht teilnehmen konnten, haben im Nachgang noch die Gelegenheit, ihren Fragebogen auszufüllen.
Mit Unterstützung von STADTart wird das Kulturbüro die so erfassten Daten auswerten. Um das Bild zu vervollständigen, wird die Agentur außerdem qualitative Interviews mit einigen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Kultursparten durchführen. Auch Dülmenerinnen und Dülmener sind gefragt! In Kürze wird es eine Online-Befragung geben, um zu ermitteln, wie zufrieden Bürgerinnen und Bürger mit dem kulturellen Angebot in Dülmen sind und welche Bereicherungen sie sich vorstellen könnten.
„Auf diese Weise möchten wir ein umfassendes Bild über die Bedarfe der Kulturschaffenden, aber auch der potentiellen Nutzerinnen und Nutzer erhalten, um dann sehen zu können, was dies für die kulturellen Räume in Dülmen bedeutet“, so Silke Althoff. Bis Mitte November sollen die Ergebnisse der Bedarfsanalyse vorliegen und am Samstag, 16. November, vorgestellt werden.






