Unsicherheit, Mobbing, Leistungsdruck oder Prüfungsangst – die Gründe für Schulverweigerung bei jungen Menschen können vielfältig sein. Um diesem Problem besser entgegenzutreten und damit Kindern und Jugendlichen zu helfen, hat die Stadt Dülmen die Gründung des „Netzwerks Schulabsentismus“ angestoßen.
Zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 27. November, kamen rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Organisationen der Jugendhilfe und aus dem Gesundheitsbereich ins Forum Bendix. „Wir freuen uns über das Interesse und erkennen daran, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“, erklärte Stadtjugendpflegerin Sandra Feldhaus bei der Begrüßung.
Das unentschuldigte Fernbleiben vom Unterricht ist an allen Schulformen in Dülmen ein Thema. Das haben die Mitarbeitenden des städtischen Fachbereichs Jugend und Familie, zu dem auch die Schulsozialarbeit und die Jugendberufshilfe gehören, im Austausch mit den Schulen festgestellt. „Daraus entstand die Idee für die Netzwerkgründung“, erläuterte Lisa Rump von der Jugendberufshilfe. „Unser Ziel ist es, Kooperationen zu knüpfen und voneinander zu lernen, um so Fälle von Schulverweigerung möglichst frühzeitig zu erkennen und besser handeln zu können.“ Das Thema sei vielschichtig, eine passgenaue Herangehensweise erforderlich, so Lisa Rump.
Beispiele für eine gute Netzwerkarbeit gaben Vertreterinnen der Fachberatung Schulverweigerung aus Münster. Anschließend hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich kennenzulernen und ihre Erwartungen und Ideen für das Dülmener Netzwerk zu formulieren.
„Wir freuen uns über die Beteiligung aller Akteure in diesem Feld und hoffen über das Netzwerk eine Verbesserung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler und ihre Familien zu schaffen“, ziehen die Initiatorinnen ein positives Fazit. Im März 2025 soll das nächste Netzwerktreffen stattfinden.






