Obdachlosen-Unterkunft nach Brand aktuell nicht bewohnbar

Ein Brand in der städtischen Obdachlosen-Unterkunft „An der Lehmkuhle 34“ hat am Silvesterabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt und weiteren Einsatzkräften geführt. Das Feuer war im Keller des Gebäudes ausgebrochen. In der Folge entwickelte sich eine starke Rauchentwicklung. Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten den Brand schließlich unter Kontrolle. Drei Bewohnende des Gebäudes wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert – zwei Personen konnten bereits nachts wieder entlassen werden. Der dritte Verletzte soll im Laufe des heutigen Tages das Krankenhaus verlassen.

Durch den Brand ist das Gebäude aktuell nicht bewohnbar. Betroffene Personen wurden durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zunächst in einer eingerichteten Notunterkunft im anliegenden Freizeitcenter „Joyn us“ betreut. Mitarbeitende des Ordnungsamtes brachten sie anschließend in den beiden weiteren Unterkünften für obdachlose Menschen unter: sowohl im Nachbargebäude „An der Lehmkuhle 32“, das von dem Brand nicht betroffen war, als auch am Container-Standort „Ostdamm“. Alle Personen erhielten vom DRK Carepakete mit lebensnotwendigen Utensilien und Hilfsgütern.

Bürgermeister Carsten Hövekamp und der Erste Beigeordnete Christoph Noelke standen während des Einsatzes mit den Einsatzkräften in Kontakt. „Ich hatte noch kurz vorher die Kolleginnen und Kollegen in der Feuer- und Rettungswache besucht und ihnen einen ruhigen Silvester-Dienst gewünscht. Genau das Gegenteil ist leider eingetreten. Dieses Ereignis zeigt aber auch, wie dankbar wir alle für die Arbeit und das Engagement von Einsatzkräften sein sollten“, sagt Hövekamp. Diesem Dank schließt sich Christoph Noelke an und verweist auf die schwierige Unterbringungssituation, die sich durch den Brand noch verschärft habe. „Erst Mitte November haben wir den Containter-Standort ,Am Ostdamm‘ in Betrieb genommen‘, um weitere Plätze für obdachlose Menschen zu schaffen. Gestern Nacht wurde mit einer Notbelegung schnell reagiert, wir werden aber weitere Lösungen für die Unterbringung erarbeiten müssen“, sagt Noelke.

In dem Gebäude „An der Lehmkuhle 34“ waren vor dem Brand 11 obdachlose Personen untergebracht.

 

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